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17. July 2019 ·Gregor Renz · 4 Min. Lesen

SEK vs Haxe des Bösen

Liebe SEKler,

die kleine Minikrise haben wir überwunden - und wie! Gegen einen Gegner, den wir etwas stärker erwartet hatten, haben wir einen verdienten 4:1 Sieg eingefahren. Super Leistung, oder wie Franz Beckenbauer sagen würde:

“Drei Punkte ist besser als in die Hose geschissen.”

Mit einer schlagkräftigen Truppe ging es heute in das Spiel gegen die Haxe des Bösen, die ihres Zeichens in der letzten Saison immerhin unter den ersten beiden Plätzen gelandet sind (oder gar Meister wurden?). Bei leichtem Regen und annehmbaren Temperaturen kamen wir besser ins Spiel und wussten die Platzverhältnisse zu nutzen. Wir fanden schnell eine gesunde Balance zwischen flachen Kombinationen von hinten raus (wenn sich die Gelegenheit bot) und hohen Bällen in die Spitze (wenn sich die Gelegenheit bot). Ersteres sollte sich als probateres Mittel herausstellen, da die Kugel bei hohen Bällen zum Flutschfinger wurde. Mit einer teilweise ungeahnten Ballsicherheit stellten wir den Gegner ein ums andere Mal vor Probleme. Auch wenn sich die Deluxe-Chancen in Grenzen hielten, so spielten wir uns immer wieder gefährlich vor das Tor des Gegners und kamen auch zum Abschluss. Nur die Genauigkeit fehlte uns noch - vorerst. Auf der 6 hatten wir in Marc und Mogler (M&M) heute zwei Qualitätsspieler, die mit cleveren Laufwegen für Räume im Aufbauspiel sorgten. Ein weiteres Mittel heute bei diesem schläfrigen Gegner waren die sonst eher semierfolgreichen kurz ausgeführten Ecken. Auf diese Weise sorgten wir dann auch für den verdienten Führungstreffer: nach einer kurz ausgeführten Ecke von Simon und mir konnte der Gegner auch dank unserer Beharrlichkeit den Ball nicht richtig klären. Nach vielen geblockten Schüssen fiel der Ball schließlich direkt vor meine Füße, und ich musste das Leder aus zwei Metern nur noch reinschieben (ca. 20). Wir blieben dran und legten nach: wiederum nach einer Ecke fiel dann auch das mehr als verdiente 2:0 (ca. 30). Wieder konnte der Gegner den Ball aus der Gefahrenzone klären, doch wieder war es nicht gut genug. Den abgewehrten Ball verwertete Marc an der Strafraumgrenze direkt aus der Luft. Mit Verlaub: es war ein schöner Volleyschuss, allerdings auch ein klarer Torwartfehler, da er den Ball durch die Hosenträger rutschen ließ. Laut eigener Aussage drehte Marc bereits ab, da er dachte, der Torhüter hält den Ball mit dem linken Ohrläppchen. Deshalb hat er sein eigenes Tor auch gar nicht so richtig mitbekommen, aber egal: hauptsache drin das Ding. Dies war allerdings ein weiterer Faktor, der an diesem Tage für uns sprach: der Gegner hatte nicht wirklich einen wettbewerbsfähigen Torhüter im Kasten. Udo Lattek hat mal gesagt: “Die Deckung hat Angst vor ihrem schwachen Torwart. Deshalb spielt sie so gut.” Nun, zum Glück 18.07.2019, 07:20

SEK vs Haxe des Bö sen

traf heute nicht einmal das zu. Auch die Deckung war eher durchschnittlich. Ähnlich war es im Angriff. Auch da kam relativ wenig vom Gegner. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurde es bei uns hinten gefährlicher. Doch mit Jan-Niklas hatten wir heute die personifizierte Sicherheit im Kasten. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnte unser Goalie einen nicht ganz ungefährlichen Aufsetzer gar festhalten und die Szene entschärfen, da der Stürmer für den Abstauber lauerte. Dann ging es ab in die Kabinen - oder eben ins überdachte Häuschen.

Die zweite Halbzeit begann mal wieder SEK-typisch. Die Euphorie war wie weggeblasen, wir ließen uns einlullen und so verkürzte - oh Wunder! - der Gegner praktisch mit Anpfiff der zweiten Halbzeit auf 1:2. Der erste und einzige schön herausgespielte Angriff wurde vom Gegner konsequent und durchaus ansehnlich vollendet. Selbst Jan-Niklas konnte nur noch hinterhergucken (ca. 46 ;)). Sogar auf Bet and Win trauten uns die meisten Menschen nicht mehr den Sieg aufgrund empirischer Daten zu, da wir uns in der Vergangenheit einfach zu oft die Butter vom Brot haben nehmen lassen. Doch wir machten einfach weiter. Als ob nichts gewesen wäre. Klar, ganz spurlos ging es nicht an uns vorbei, doch wir fingen uns wieder ziemlich schnell und konnten an unsere Dominanz aus der ersten Hälfte anknüpfen. Wir spielten nach vorne, hatten Spaß, varriierten, zauberten, zeigten Zweikampfstärke und auf Umwegen belohnten wir uns dann auch mit weiteren Treffern. Zunächst erhöhte der umtriebige und heute überall zu findende Johannes auf 3:1. Nach schönem Spielzug über Martin auf der linken Seite hätte Johannes im Grunde nur noch ins halbleere Tor reinschieben müssen. Doch zunächst nahm er den Ball an und machte einige Haken. Ich habe nicht exakt mitgezählt, aber es waren schon ca. 353. Ein Wunder, dass er nicht im Rasen verschwunden ist. Ist es ein Maulwurf? Ist es ein Bagger? Nein, es ist Johannes der ganz cool zum 3:1 vollendet (ca. 65)! Das 4:1 durfte heute Gabi markieren, was uns alle besonders freute, da Gabi heute erst einmal einen vorübergehenden Abschied feierte - viel Erfolg in Oberbayern und komm bald wieder auf Torejagd! Das Tor war vermutlich das Schönste heute, ein bisschen wie ein Sinfonieorchester. Es untermauerte die starke Leistung und die Leichtigkeit, die wir heute an den Tag legten. Unfassbar auch, dass unsere beiden hungrigen Stürmer Tobi und Simon heute leer ausgingen, aber das gehört zu einem guten Team auch dazu: dann bringen eben andere Schwung in die Kischte!

Hat großen Spaß gemacht heute und daran lässt sich am kommenden Wochenende sehr gut anknüpfen!

Mit dabei waren: Jan-Niklas, Timo, Peter, Gregor, Lars, Martin, Johannes, Mogler, Marc, Gabi, Simon, Tobi, Corvin.

Herzliche Grüße & eine entspannte Restwoche

Gregor 18.07.2019, 07:20